Einweihung der orthodoxen Kapelle am 1.06.2015 in Peggetz/Osttirol

Im Gedenken an die Ereignisse, die sich im Mai-Juni 1945 im Lienzer Talboden abspielten, als 25.000 Kosaken samt Kind und Kegel von der Britischen Besatzung an die Russen ausgeliefert wurden und rd. 300 davon in Lienz den Tod fanden, wurde an der Gedenkstätte in der Peggetz eine russ. orth. Kapelle errichtet.

Zur Einweihung am 01.06.2015 kamen die russisch-orthodoxen Erzbischöfe Mark Arndt aus Berlin und Michael Donskoff aus Genf sowie der Erzdiakon Georg Kobro aus Mainz und feierten mit den von weither angereisten Angehörigen eine Göttliche Liturgie. Die hohe Geistlichkeit wurde dabei vom Johannes-Chrysostomos-Chor aus Innsbruck musikalisch unterstützt.

Wir danken dem Tiroler Sängerbund für die Einladung zu diesem Dienst und wissen es sehr zu schätzen, dass wir dabei von unserem Landesobmann Manfred Duringer tatkräftig unterstützt wurden und danken für das entgegengebrachte Vertrauen.

Clemens Erharter 08.06.2015

Chorausflug nach Sexten Südtirol 2015

Der diesjährige Chorausflug führte uns in die Heimatgemeinde unseres Tenors Hermann Troyer, nach Sexten ins schöne Hochpustertal in Südtirol. Am 16.05.2015 traten wir schon um 8:30 Uhr die Reise von Innsbruck nach Sexten an. Auf der Fahrt erzählte uns Hermann bereits viel Wissenswertes über seine Heimatregion, über private Ereignisse in seinem Leben und das Leben auf dem elterlichen Hof.

In Sexten angekommen, bezogen wir schnell unser Quartier und fuhren zum Mittagessen nach Moos, das in etwa 2 km entfernt liegt. Nachdem wir uns dort ordentlich gestärkt hatten, gingen wir zu Fuß hinauf nach Froneben, einem Weiler unterhalb vom Aussichtsberg Helm. Froneben liegt auf 1.540 m.
Am Berggasthof Froneben angekommen, haben wir alle erstmal den gigantischen Ausblick auf das Tal und die wunderschöne Bergwelt der Sextener Dolomiten genossen.

Nach einer privaten Führung durch und um den elterlichen Hof von Hermann und einem Ständchen für seine Mutter, mussten wir Froneben leider bald wieder verlassen und ins Hotel zurückfahren, denn es wartete noch eine Aufgabe auf uns: Wir umrahmten die Messe um 17 Uhr in der Pfarrkirche Sexten mit Liedgut aus Ost und West, mit Werken von Bruckner, Rheinberger, Čajkovski, Rachmaninov und anderen Komponisten.

Die verschiedensprachigen, anspruchsvollen Werke fanden bei den Zuhörern großen Anklang.

Nach dem Abendessen und einem gemütlichen Dorfrundgang ließen wir den Tag mit fröhlichem Gesang ausklingen.

Am Sonntagvormittag umwanderten wir den wunderschönen, smaragdgrün-glänzenden Pragser Wildsee. Er liegt wenige Kilometer südlich des Hochpustertals zwischen Bruneck und Toblach in den Pragser Dolomiten.
Nach dem anschließenden Mittagessen im Gasthof Jaufen besichtigten wir noch die Stiftskirche in Innichen und traten die Heimfahrt an.

Ein wunderschöner Chorausflug ging zu Ende!

Wir bedanken uns sehr herzlich für die gesamte Reiseplanung bei unserem Hermann und unserem Obmann Dieter Söchtig!

Gerlinde Gaßler 8.06.2015

« 1 von 2 »
Vorweihnachtliche Konzertstunde im Haus zum Guten Hirten Hall

Die vorweihnachtliche Konzertstunde im Haus zum Guten Hirten am 21.12.2014 war eine wunderbare Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

Georg Bleyer hatte ein schönes Programm für ein Adventsingen der besonderen Art zusammengestellt, das er in der Konzertstunde mit dem Johannes-Chrysostomos-Chor Innsbruck, der TRM-Sängerrunde, den Saligen und Schülern der Musikschule Hall in Tirol zum Besten gab.

Beeindruckend war der Einzug der Mitwirkenden in die Kirche mit Lichtern und dem Lied Tebe pojem (Wir singen Dir, wir preisen Dich …), mit dem der Johannes-Chrysostomos-Chor den Kirchenraum ausfüllte.

Ineinander verwoben ergaben die Lieder und Musikstücke einen kleinen Eindruck, wie es beim Singen von Litaneien in der Johannes-Chrysostomos-Liturgie üblich ist: In das Ausklingen des vorangegangenen Liedes wurde schon das nächste Lied oder Musikstück angestimmt und der Klang samt Tonart übernommen. Auf diese Art wurden alte und moderne Melodien wunderbar miteinander verbunden. Dazwischen richteten einige besinnliche Texte das Augenmerk auf das kommende Weihnachtsfest.

Ein ganz besonderer Höhepunkt war das letzte Lied im Programm, der Sterzinger Mettenjodler. Dieser wurde zunächst von den einzelnen Gruppen und Chören gespielt und gesungen. Anschließend wurden alle Anwesenden zum Mitmachen animiert und so wurde es zu einem berührenden Klangerlebnis für alle Beteiligten.

Es ist immer wieder schön zu erleben, wie in dieser hektischen Zeit, Menschen bereit sind, für andere eine schöne Stunde zu gestalten. Eine besondere Freude für die Mitwirkenden war es, dass ihr Einsatz von der Heimleitung, den Bewohnern, ihren Besuchern und dem Personal so sehr geschätzt wurde.

Clemens Erharter/Gerlinde Gaßler, Februar 2015

Weihnachtsfeier mit Ehrungen

Im Rahmen der Weihnachtsfeier des Johannes-Chrysostomos-Chores Innsbruck  überreichte der Landesobmann  des TSB,  Manfred Duringer, unserem Chorleiter Georg Bleyer das GROSSE GOLDENE EHRENZEICHEN MIT KRANZ UND URKUNDE.

Der Tiroler Sängerbund verleiht diese höchste Auszeichnung für mindestens 25 Jahre Chorleitertätigkeit oder mindestens 50-jährige aktive Mitgliedschaft.

Dieter Söchtig, Obmann des Johannes-Chrysostomos-Chores, hielt die Laudatio. Er selbst bekam das SILBERNE EHRENZEICHEN für außerordentliche Verdienste überreicht.

Neben diesen beiden Funktionären überreichte unser Landesobmann das GOLDENE EHRENZEICHEN für 33 Jahre Mitgliedschaft an Katja Schauer, für 32 Jahre Mitgliedschaft  an unsere Ehrenobfrau Elisabeth Putz. Clemens Erharter wurde  für 20 Jahre Mitgliedschaft mit dem SILBERNEN EHRENZEICHEN geehrt.

 

Erstmalig wurden aufgrund eines einstimmigen Vorstandsbeschlusses, neben den Ehrungen des Tiroler Sängerbundes, auch chorinterne Ehrungen für 10-, 15-, 20-, 25- und 30-jährige Mitgliedschaft durchgeführt. Die choreigenen Urkunden und Geschenke wurden vom Vorstand an die Sängerinnen und Sänger überreicht: Walburga Mair für 12 Jahre Mitgliedschaft, Silvia Oberhofer und Dieter Söchtig für 15 Jahre Mitgliedschaft, Waltraud Riedmann für 17 Jahre Mitgliedschaft, Clemens Erharter für 20 Jahre Mitgliedschaft, Hermann Trojer für 26 Jahre Mitgliedschaft, Irmgard und Georg Bleyer für 27 Jahre Mitgliedschaft, Elisabeth Putz für 32 Jahre Mitgliedschaft und Katja Schauer für 33 Jahre Mitgliedschaft.

Die Laudationes für die Chormitglieder hielt unser Obmann Dieter Söchtig, die Laudatio für den Obmann hielt Clemens Erharter.

Wir gratulieren ALLEN herzlich zu den wohlverdienten Ehrungen!
Gerlinde Gaßler, Februar 2015

Konzert mit Liedern aus der Ostkirche zum Thema: „Zu Besuch bei Maria, Josef und Jesus“, anlässlich einer Ikonenaustellung des Ikonenmalkreises Innsbruck

Im Rahmen der Ikonenausstellung des Ikonenmalkreises Innsbruck war der Johannes-Chrysostomos-Chor aus Innsbruck am 01.05.2014 zu einem Konzert ins Pfarrzentrum Innsbruck-Kranebitten eingeladen. Chorleiter Georg Bleyer hatte das Konzert unter den Titel „Besuch bei Maria, Josef und Jesus“ gestellt. Die Gesänge – überwiegend aus der orthodoxen Kirchenmusik – rankten sich um diesen Besuch und der Ikonenmalkreis unterstrich dessen Stationen mit Ikonen, die von Fr. Veronika Eisenzopf erklärt wurden.

Der Besuch bei der Hl. Familie zog sich wie ein roter Faden durch das Konzert und Clemens Erharter erklärte dabei die Bedeutung der jeweiligen Lieder, die zum Großteil in kirchenslawischer Sprache (dem Pendant zum Latein in der Westkirche) gesungen wurden.

Als Gastgeschenk für den Besuch hatte der Chor das sechsstimmige Abendlied von Josef Rheinberger einstudiert. Besonders auffallend war, wie mucksmäuschenstill das Publikum in der bis zum letzten Platz gefüllten Kirche den Darbietungen in Wort und Lied lauschte. Bei der anschließenden Agape wurde den Chormitgliedern in vielen Einzelgesprächen die Freude am gelungenen Konzert berichtet.

Im Zusammenwirken mit dem Ikonenmalkreis Innsbruck war es dem Chor wieder einmal gelungen, viele Menschen für die Musik der Ostkirchen zu begeistern.

Besonders gefreut hat uns auch der Besuch von ehemaligen Sängerinnen und Sängern!

Clemens Erharter, Mai 2014

75. Geburtstag unserer Ehrenobfrau Elisabeth Putz

Am 23.03.2014 hat der  Johannes-Chrysostomos-Chor im Rahmen einer kleinen Feierstunde den 75. Geburtstag unserer Ehrenobfrau Elisabeth Putz gefeiert.

Die Anwesenheit fast aller Mitglieder unserer Gemeinschaft, bewies die große Wertschätzung unserer Jubilarin. Frau Elisabeth Putz war langjährige Obfrau und Notenwartin und hat den Chor von 1998 bis 2004 hervorragend geleitet.

In einer persönlichen Laudatio, geschrieben und vorgetragen von unserem Obmann Dieter Söchtig, wurden die großen Verdienste gewürdigt und  Frau Elisabeth Putz als Dank und Anerkennung, eine Urkunde  und ein wunderschöner Strauß Blumen, überreicht.

Unter der Leitung von Georg Bleyer brachte der Johannes-Chrysostomos-Chor dem Geburtstagskind in der Pfarrkirche Flaurling ein Ständchen.

Unser Sänger Clemens Erharter, überraschte nicht nur das Geburtstagskind, sondern alle Anwesenden mit der musikalischen Umrahmung des Nachmittages auf seiner selbst gebauten Drehorgel. Dabei wurde der Marsch Jugenderinnerungen, der von Ihm eigenhändig auf die Notenrolle gestanzt wurde, in Flaurling Uraufgeführt.

Unser besonderer Dank gilt Frau Walburga Mair aus Flaurling, die uns Ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und den gesamten Chor mit köstlichen Speisen versorgte.

Wir wünschen Frau Elisabeth Putz auch auf diesem Weg noch einmal alles Gute und noch viele Jahre in unserer Runde!

Gerlinde Gaßler, März 2014

Eröffnung der 23. Thalgauer Bildungswoche, Gedenktafelenthüllung, Gedenkkreuzweihe beim Pfarrhof

Der Johannes Chrysostomos-Chor aus Innsbruck war am 02.03.2014 nach Thalgau eingeladen. Dort feierte im Rahmen der Eröffnung der 23. Bildungswoche der bekannte Wallfahrtspfarrer aus Mariastein, Mag. Matthias Oberascher, eine Johannes-Chrysostomos-Liturgie, die der Chor aus Innsbruck mitgestaltete. Das Thema der Bildungswoche war die Erinnerung an den Ausbruch des ersten Weltkrieges und die russischen Kriegsgefangenen in Thalgau. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde ein neues russisches Gedenkkreuz eingeweiht, das u.a. an den in der Gefangenschaft verstorbenen Russen Sawati Maslejnikow erinnern soll. Im Gedächtnis der Gemeinde ist der 1916 gemeinsam gefeierte Palmsonntag der russischen Kriegsgefangenen und der Bevölkerung besonders verankert.

Mit seinen Gesängen hat der Johannes-Chrysostomos-Chor Innsbruck diese Erinnerung von musikalischer Seite neu belebt. Die Freude darüber wurde den Chormitgliedern in vielen Einzelgesprächen mitgeteilt. Für den Chor war es ein gelungener Ausflug, bei dem er wieder viele Menschen für die orthodoxe Kirchenmusik begeistern konnte.

Clemens Erharter, März 2014

 

Unsere Chorreise 2009 in das Altmühltal

Auf allgemeinen Beschluss wurde von unserem Obmann Dieter eine nette Reise in das Altmühltal organisiert.

Am 24. Oktober bestiegen wir in Innsbruck einen komfortablen Reisebus, gelenkt vom Fahrer unseres Vertrauens, dem Klaus.

In Hall hatten wir die erste Unterbrechung, um unseren Chorleiter Georg und die Sänger der TRM-Sängerrunde nebst Anhang aufzunehmen. Mit unseren Angehörigen waren wir eine fröhliche Gruppe, sodass die Fahrt richtig kurzweilig war. Im nu waren wir in Beilngries, wo wir eine individuelle Mittagspause machten.

Trotz des trüben Wetters erlebten und bestaunten wir eine tolle Greifvogelschau auf dem Falkenhof Schloss Rosenburg bei Riedenburg.

Auf der Weiterfahrt durch das Altmühltal zeigte der Herbst die liebliche Landschaft in bunten Farben, Felder, Wäldchen, kleine saubere Orte wechselten ab.

Bald erreichten wir Kelheim, wo wir ein tolles Bauwerk besichtigten: Die Befreiungshalle, das Wahrzeichen der Stadt, erbaut im 19. Jhd. Vom Bayernkönig Ludwig I. zur Erinnerung an die napoleonischen Befreiungskriege. Von den oberen Plattformen hatten wir herrliche Ausblicke auf das Altmühltal, die Donau, Kelheim und den Main-Donau-Kanal. Der Abend brach schon herein, als wir kurz darauf in Kelheim unser Hotel, das ehemalige Brauhaus Aukofer erreichten. Nach dem reichhaltigen Abendessen spazierten einige noch in die hübsche Altstadt, während andere noch in gemütlicher Runde bei Bier oder Wein, mit einem Lied auf den Lippen beisammen saßen.

Am nächsten Morgen, es war Sonntag und wir mussten die Zeitumstellung auf Winterzeit verkraften (eine Stunde länger schlafen), brachen wir pünktlichst auf um zur Benediktinerabtei Weltenburg zu fahren. Hier wurden wir freundlich von Pater Michael begrüßt, der uns in die Zimmer einwies. Anschließend las er auch die Messe in der wunderschönen Barockkirche des Klosters. Unser Chor sorgte für die musikalische Umrahmung mit einigen schönen, orthodoxen Liedern, wofür wir ein sehr positives Echo von den Zuhörern bekamen. Mittagessen gab es aus der Klosterküche, typisch bayrisch mit Schweinsbraten, Semmeln-Knödeln und gutem Bier aus dem Klosterbräu, was allen recht gut gemundet hat.

Kloster Weltenburg liegt direkt an der Donau, man konnte beeindruckende Hochwassermarken sehen. So hatten wir es auch nicht weit, bestiegen nachmittags ein Schiff und fuhren durch den Donaudurchbruch nach Kelheim. Dies ist wohl landschaftlich eines der romantischsten Abschnitte des viele Völker verbindenden europäischen Stromes. Nachdem sich jeder noch einmal den Ort bei Tageslicht ansehen konnte, fuhren wir nach einer guten Stunde wieder zum Kloster. Dort erwartete uns ein neues Highlight: Eine sehr bewanderte, nette Führerin zeigte und erklärte uns die von den Brüdern Asam erbaute herrliche Klosterkirche.

Früh am nächsten Morgen, einige waren vielleicht noch etwas müde, nahmen wir Abschied vom Kloster und fuhren weiter Richtung Anfang des Altmühltales. In Gunzenhausen hatten wir einen kurzen Aufenthalt, weshalb der Altmühlsee zu kurz kam.
Unser Bus gondelte uns durch die sanfte, bunte Herbstlandschaft, teils Altmühltal, teils Unterfranken/Mittelfranken. Nach der Mittagspause in Treuchtlingen ging es weiter vorbei an Dietfurt, Pappenheim, Solnhofen, Dollnstein nach Eichstätt im Herzen des Naturschutzgebietes Altmühltal. Willibald, unser Bass, machte mit uns eine Führung durch den imposanten Dom und erweiterte unser Wissen mit geschichtlichen Details dieser über Jahrhunderte wichtigen Bischofsstadt. Er hatte in Eichstätt studiert. Sein Namenspatron, der heilige Willibald missionierte hier im Mittelalter. Anschließend konnte jeder noch etwas die Stadt ansehen. So trafen sich einige öfter bei dem in den Felsen hineingebauten Frauenkloster der Schwester des hl. Willibald, der heiligen Walburga.

Es dämmerte schon, als wir letztlich die Heimreise antraten, bei Dunkelheit, aber sicher von Klaus geführt, schwebten wir gen Innsbruck.

Auch die heurige Reise war ein voller Erfolg und ein weiterer Beweis des Organisationstalentes unseres Obmannes Dieter. Wir bekamen in diesen drei Tagen einen schönen Eindruck des Altmühltales und konnten einige Sehenswürdigkeiten bewundern. Viele haben sich vorgenommen, hier wieder einmal herzukommen, um noch andere Details und Sehenswürdigkeiten anzusehen, oder um mal eine schöne Radtour zu machen.

Unsere Chorreise 2008 nach Wilhelmshaven

Im August des heurigen Jahres führte uns unsere Chorreise nach Wilhelmshaven, Heimat der Deutschen Marine und damit auch unseres Obmann Dieter Söchtig, ehemaliger Stabsbootsmannbei der Deutschen Marine. Die Stadt Wilhelmshaven liegt an einer besonders schönen Bucht der Nordsee, dem Jadebusen.

Untergebracht waren wir auf dem Wohnschiff „Arcona“, wo uns der Verantwortliche namens „Pit der Seebär“ nicht nur mit einem fürstlichem Frühstück und zwei köstlichen Abendbuffets, einem Grillen und einem köstlichen Matjes-Buffet verwöhnte, sondern uns auch mit seinem seemännischen Bass mehr oder weniger sanft am Morgen aufweckte. Immerhin galt es, rechtzeitig zu unseren vielen Programmpunkten anzutreten, die Dieter mit viel Energie und Zeitaufwand gemeinsam mit seinen Marinekameraden organisiert hatte.

Die Woche bot uns eine Vielzahl von Highlights, die wir als „normale“ Touristen niemals erlebt hätten.

Am Montag Vormittag empfing uns Herr Oberbürgermeister Menzel im Rathaus. Wir überbrachten ihm Grüße unserer Bürgermeisterin aus Innsbruck und sangen ihm ein Ständchen.

Am Dienstag besuchten wir das Marinemuseum Wilhelmshaven, welches nicht nur eine interessante, geschichtlich-politische Dokumentation der Deutschen Marine enthält, sondern wo man auch ausgemusterte Kriegsschiffe, wie Lenkwaffenzerstörer oder ein altes U-Boot besichtigen kann. Unter der Führung von Dieters Kameraden Uwe, Detlef, Jochen und Ralf erkundeten wir das Innere dieser Schiffe. Danach wurden wir auf das Versorgungsschiff EGV Berlin geführt. Dieses riesige Schiff, eine autarke Kleinstadt, war nach dem Tsunami im Januar 2005 vor der Provinz Aceh / Indonesien stationiert und leistete dort humanitären Einsatz. Der Oberstabsbootsmann Volker Heinrich, der uns nicht nur durch das Schiff führte, sondern auch in der PUO-Messepersönlich bewirtete, schilderte diesen Einsatz mit bewegenden Worten. Wir waren vorher aber noch auf der Fregatte Brandenburg wo uns unter anderem ein Obermaat geführt hatte. Möglich machte diese Besichtigung der Kamerad Dieters, Oberstabsbootsmann Jürgen Hartmann.

Auf dem Programm stand auch der Besuch Helgolands. Wir erreichten die Insel von Bremerhaven aus. Die Insel zeigte uns ihren besonderen Charme und ließ es so richtig stürmen! Wie froh waren wir da um das Privileg reservierter Plätze an Bord der „Atlantis“ mit Bewirtung, was wir Dieters Beziehung zur Reederei, OStBtsm a.D. Dankrad Spennemann, verdankten. Zurück in Bremerhaven führte uns Dieters Kamerad in „Fiedlers Aalkate“, ein international berühmtes Fischspezialitätenrestaurant. Wir genossen das Flair dieses Lokals und das erlesene Essen und Trinken.

Um uns den ganz eigenen Charakter Ostfrieslands näher zu bringen, hat Dieter eine Führung mit „Renke Siefken“ organisiert, einem friesischen Original, zwei Meter groß, mit weißem Rauschebart, Seemannsmütze, Matrosenhemd und sehr beredt. Die Rundfahrt wurde zu einer geographisch-geschichtlichen Erfahrung über der Nordsee abgetrotzte Wasserläufe durch Siele, Landgewinnung, Windmühlen und Bauernfehden und wurde zuletzt von einer Wattwanderung gekrönt.

Am 15. August, Maria Himmelfahrt, trat unser Chor unter der Leitung unseres Dirigenten Georg Bleyer zwei Mal auf:

– In Bad Zwischenahn gaben wir am Nachmittag in der mittelalterlichen St. Johannes-Kirche ein Konzert, das zwar leicht gestört wurde vom Lärm eines Straßenfestes, bei dem aber trotzdem zahlreiche Zuhörer anwesend waren, die uns bewegt Beifall klatschten. Unter anderen auch der Kamerad von Dieter, OStBtsm Uwe Augsborg, der für die dortige Organisation verantwortlich war.

– Zurück in Wilhelmshaven, sangen wir in der Kirche St. Peter zur Marienmesse und gaben anschließend ein Konzert. Unsere Musik wurde von den zahlreichen Kirchenbesuchern begeistert aufgenommen, wir bekamen anhaltenden Applaus.

Die Musik stand auf unserer Reise überhaupt im Vordergrund:
Im Rahmen eines Bordfestes auf der Arcona trug uns der „Shantychor der Marinekameradschaft“ seine Lieder vor, begleitet wurde der Abend von einem köstlichen Buffet.

Mit uns reiste ein Teil des Chores der Röhrenwerke Hall, ein reiner Männerchor, ebenfalls von Georg Bleyer geführt. Die Männer gaben mehrmals einige ihrer Lieder zum Besten, in erster Linie Volkslieder, die nicht nur einen Kontrapunkt zu unserer Musik bildeten sondern auch bestens zu unserer fröhlichen Stimmung passten.

Die bis ins kleinste Detail perfekt organisierte Reise, die in dieser Form nur durch den großen persönlichen Einsatz Dieters möglich war, ging am Sonntag mit einer reibungslosen Heimfahrt zu Ende.

Wir danken unserem Obmann für dieses tolle Erlebnis ganz, ganz herzlich!